Elektrische Fahrzeuge / Teil 2: Die Zukunft von E-Autos in Europa

Elektrische Fahrzeuge / Teil 2: Die Zukunft von E-Autos in Europa

Elektroautos sind in der EU auf dem Vormarsch. Nach Angaben des Europäischen Verbandes für Verkehr und Umwelt werden Elektroautos wahrscheinlich in diesem oder im nächsten Jahr einen “Kipppunkt” in Bezug auf die Popularität erreichen. Die Besorgnis der Öffentlichkeit über die Luftqualität und die Abfallminimierung hat Unternehmen und Einzelpersonen dazu veranlasst, die Einführung von Elektroautos in größerem Umfang in Betracht zu ziehen. Die Ziele der Regierung zur Emissionsreduzierung und neue Gesetze haben die Produktion von Elektrofahrzeugen weiter vorangetrieben.

EU-Ziele für Elektrofahrzeuge

“Electrik surge: Carmakers´ electric car plans across Europe 2019-2025” analysiert die kurz- und mittelfristige Produktion von EV-Personenwagen und Batterien in Europa. Die Transport & Umwelt Studie untersucht die Erwartungen des Automobilmarktes hinsichtlich der EV-Modelle, der Strategien der Autohersteller und der Produktionsstandorte, um festzustellen, ob das Engagement von EV ausreicht, um die CO2-Ziele zu erreichen.

Die Prognosen deuten darauf hin, dass die Autohersteller tatsächlich bereit sind, EVs in größerem Umfang anzubieten. Im Jahr 2019 lag die Gesamtzahl der auf dem europäischen Markt verfügbaren EV-Modelle bei knapp 100, und bis 2021 wird sich diese Zahl auf über 200 Modelle mehr als verdoppeln (einschließlich batterieelektrischer, Plug-in-Hybrid- und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge).

Derzeit produziert der Transportsektor 27% der gesamten Kohlenstoffemissionen der EU. Um die im Pariser Abkommen von 2016 festgelegten Ziele zu erreichen, müssen die Verkehrsemissionen in der EU bis 2025 reduziert werden, idealerweise auf Null. Die EU-Regierung sieht in der Produktion und Einführung von Elektrofahrzeugen einen wirksamen Weg, dieses Problem zu lösen. Während der Marktanteil von Elektrofahrzeugen derzeit bei 2,5 % liegt, müsste die Einführung von Elektrofahrzeugen auf 5-7 % erhöht werden, um die neuen CO2-Normen der EU zu erfüllen.

Einer der Faktoren, die die Produktion von Elektrofahrzeugen vorantreiben, ist, dass die Autohersteller auf Elektrofahrzeuge angewiesen sind, um die Normen zu erfüllen und eine Rendite für ihre Investitionen zu erzielen. Deshalb werden sie auch den Verkauf innerhalb der EU beibehalten wollen. Es wird erwartet, dass die Exporteinnahmen aufgrund der minimalen Ladeinfrastruktur in vielen außereuropäischen Ländern niedrig bleiben werden. Die Autohersteller werden den chinesischen Markt durch Produktionsverlagerung beliefern, und die Autohersteller werden ihre Prozentsätze erreichen können, da ihre Verkäufe von Verbrennungsmotoren (ICE) exportiert werden.

Obwohl die ICE-Produktion zurückgehen wird, prognostiziert der Bericht, dass die Gesamtfahrzeugproduktion aufgrund zusätzlicher EVs im Jahr 2025 tatsächlich um 900.000 Fahrzeuge steigen wird, was einem Anstieg von 5% gegenüber 2019 entspricht. In jüngster Zeit haben viele Automobilhersteller strategische Verpflichtungen zur Elektrifizierung eingegangen, wie z.B. Volkswagen, BW und Daimler, die alle beschlossen haben, sich auf die Mobilität mit elektrischen Batterien zu konzentrieren. Der Volkswagen Konzern wurde als Marktführer genannt, mit fast 50 BEV-Modellen, die für 2025 geplant sind (Volkswagen, Audi, SEAT, Porsche und Skoda).

Produktionsstandorte für Elektrofahrzeuge und Batterien

Die Produktion wird in Westeuropa (Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien), der Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn angesiedelt sein. Die wichtigsten Hersteller werden der Volkswagen-Konzern, PSA, Renault-Nissan und Daimler sein. Die westeuropäischen Länder sowie Großbritannien sind heute die fünf größten Fahrzeugmärkte und werden in Zukunft voraussichtlich die größten EV-Märkte in Europa sein.

Gegenwärtig sind aufgrund der schlechten Einschätzungen der Popularität von EV Versorgungsengpässe bei Batterien entstanden. In naher Zukunft wird ein Dutzend der derzeit geplanten Produktionsstätten für Lithium-Ionen-Batteriezellen online verkauft werden. Dies wird die Batterieversorgung bis Anfang/Mitte der 2020er Jahre erleichtern. Während die Hersteller bis 2023 auf die Einfuhr von Batteriezellen angewiesen sind, wird diese florierende Industrie ab 2023 voraussichtlich rund 120.000 und ab 2028 250.000 Arbeitsplätze in der EU schaffen.

Europäische Normen für den Verkauf von Elektrofahrzeugen

Die EU-Standards schreiben vor, dass im Jahr 2025 in der EU 2,3 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft werden müssen, und mindestens 5 Millionen im Jahr 2030, was 15 % der gesamten Autoverkäufe entspricht. Diese Studie deutet darauf hin, dass die EV-Produktion diese Ziele tatsächlich übertreffen wird und 22% der gesamten Autoproduktion erreicht.

Elektrofahrzeuge werden zweifellos eine Schlüsselrolle für die Zukunft des Verkehrs in der EU spielen. Die EU scheint sich verpflichtet zu fühlen, die Autohersteller dazu zu drängen, EVs durch politische Maßnahmen, Steuerreformen und einen verbesserten Zugang zur Ladeinfrastruktur zu nutzen.

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April 4, 2020 / von / in

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