Kuba: Darum ist das Land ein Oldtimer-Paradies

Kuba: Darum ist das Land ein Oldtimer-Paradies

 

 

Kuba gilt bis heute als Paradies für Oldtimer. Bei ihnen handelt es sich vornehmlich um US-Fahrzeuge aus den 40er und50er Jahren. Doch warum gibt es so zahlreiche Oldtimer auf Kuba? Die Autos sind Überbleibsel aus der vorrevolutionären Zeit, lange bevor Fidel Castro und seine Mitstreiter die Macht auf der Insel übernahmen und damit den Sozialismus auf der Insel etablierten.

Enge Beziehungen zu den USA

In der Zeit vor Castro waren die Beziehungen zu den USA sehr eng. Wer das nötige Kleingeld hatte, konnte sich einen US-Schlitten leisten. Auch nach der Revolution war es erlaubt, die Oldtimer zu besitzen – vorausgesetzt, ihr Baujahr war vor 1959.  So kam es, dass die Fahrzeuge bis weit in die 2000er Jahre gefahren wurden und europäische Autos auf den Straßen Kubas kaum zu sehen waren.

Obwohl die meisten Karossen bei ihren Besitzern blieben, hat der Staat einige wertvolle Oldtimer beschlagnahmt. Noch heute sieht man ehemalige Staatswagen, die mittlerweile ebenfalls in Privatbesitz sind. Der Import von europäischen Fahrzeugen bis zum Rückzug Castros und den damit verbundenen Wirtschaftsreformen verboten.

Im Zuge dessen erhielten ausländische Autobauer die Genehmigung, ihre Fahrzeuge auf der Insel zu veräußern. Allerdings erhob der kubanische Staat dafür Steuern von mehr als 800 Prozent. Aufgrund der astronomischen Preise der Autos, konnten sich die Einwohner kaum einen europäischen Wagen leisten.

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Oldtimer als Sammeltaxen

Im Stadtbild von Havanna beispielsweise sieht man viele Oldtimer, die als Taxi unterwegs sind. Der Grund dafür ist, dass der Staat den Bürgern nicht ausreichend Beförderungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen konnte. Das staatliche Beförderungsmonopol hat er deshalb aufgegeben. Damit konnte jeder eine Taxi- und Personenbeförderungslizenz erwerben. Die zahlreichen Oldtimer dienen vielen Kubanern als Broterwerb.

Infolgedessen begannen sie, die alten US-Schlitten zu restaurieren und für den Straßenverkehr tauglich zu machen. Allerdings handelt es sich auf Kuba nicht um herkömmliche Taxen, wie in Deutschland oder anderen europäischen Ländern. Hier sind es Sammel- oder Routentaxen. Einem Witz nach ist Kuba das einzige Land auf der Welt, in dem dir der Taxifahrer sagt, wohin er fahren will.

Oldtimer kaum noch original

Anders als in Europa oder in den USA werden die kubanischen Modelle mehr schlecht als recht zusammengehalten. Und die meisten von ihnen bestehen heute nicht mehr aus den Originalteilen. Zum Teil stammen die Motoren von jüngeren, ausländischen Autos oder gar von Booten.

Die Karosserie wird unter anderem durch Spucke und Kaugummi zusammengehalten. Es sind recht abenteuerliche Bauweisen. Neben den durchgerosteten Oldtimern gibt es sehr gepflegte Fahrzeuge, die auf den Straßen in und um Havanna unterwegs sind.

Bilder auf privater Reise entstanden

Ein Teil der Redaktion von Technikmuseen in Deutschland war noch zu Lebzeiten Castros auf Kuba. In einem privaten Urlaub entstanden dort unter anderem die Bilder in diesem Beitrag. Das Stadtbild Havannas wäre ohne diese alten Schätze kaum denkbar. Natürlich war auch eine Taxifahrt in einem der Oldtimer drin. Wer einmal auf Kuba ist, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

Wichtiger Hinweis:

Die Bilder können einzeln oder als Plakat erworben werden. Sie sind echte Unikate und nirgendwo anders erhältlich.

Preise:

Pro Bild (einzeln): 16 Euro

Plakat: 40 Euro

Wer Interesse an einem Einzelbild, an mehreren Bildern oder am Plakat hat, schickt einfach eine E-Mail mit dem Betreff “Kuba” an info@technikmuseen-deutschland.de. Die Bilder sind von 1 bis 5 durchnummeriert.  Bitte schreiben Sie uns, ob Sie die einzelnen Bilder (unter Angabe der Nummer), alle Bilder oder das Plakat erwerben möchten. Zudem benötigen wir Ihren vollständigen Namen und Ihre Rechnungsadresse. Die Bilder und das Plakat werden jeweils als ZIP-Dateien per Mail verschickt. Käufer können sich die Fotos selbst in ihrem gewünschten Format ausdrucken. Die Auflösung für den Druck beträgt 600 dpi. Der Versand der Bilddateien erfolgt nach Eingang der Mail.

Mit dem Erlös der Fotos unterstützen Sie die redaktionelle Arbeit von Technikmuseen in Deutschland.

Fotos: Jens-Uwe Kuttler

Plakatgestaltung: Iris Merten / Christoph Ledder

Dezember 15, 2021Comments OffFidel Castro | Kuba | Oldtimer | Paradies | Sozialismus
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